{"id":550,"date":"2024-07-12T08:20:22","date_gmt":"2024-07-12T08:20:22","guid":{"rendered":"https:\/\/claudiuscluever.de\/?p=550"},"modified":"2024-09-25T12:17:27","modified_gmt":"2024-09-25T12:17:27","slug":"gender-und-games-ausgabe-der-spielformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/claudiuscluever.de\/?p=550","title":{"rendered":"Gender und Games: Ausgabe der Spiel|Formen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/claudiuscluever.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/cover_issue_4_de_DE.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/claudiuscluever.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/cover_issue_4_de_DE-724x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-554\" style=\"width:269px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Ausgabe \u00fcber Gender und Spiele unseres Journals Spiel|Formen sind wir letzte Woche fertig geworden, indem wir alle Beitr\u00e4ge hoch geladen haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Hier die Ausgabe: <a href=\"https:\/\/www.gamescoop.uni-siegen.de\/spielformen\/index.php\/journal\/issue\/view\/4\">https:\/\/www.gamescoop.uni-siegen.de\/spielformen\/index.php\/journal\/issue\/view\/4<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin besonders froh \u00fcber diese Ausgabe, weil sie es geschafft hat, eine Gruppe an Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen zusammen zu bringen. Die Ausgabe basiert auf der Tagung <em>Gender und Spielkultur<\/em>, die 2023 an der Uni Siegen stattfand.<\/p>\n\n\n\n<p>Organisiert hat das ganze Finja Walsdorff, der der Gro\u00dfteil des Ruhms und der Ehre geb\u00fchrt. Mein eigener Beitrag war dagegen bescheiden: Ich habe ein Panel auf der Tagung moderiert und mich besonders bei der Redaktion der Ausgabe engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Panel-Moderation war f\u00fcr mich heftig, weil ich am Tag vorher auf einem Deichkind-Konzert war&#8230; Auf der Tagung gab es diese kleinen Kaffeetassen \u2013 um wach zu bleiben, habe ich mir immer zwei St\u00fcck in den Pausen bef\u00fcllt, habe sie mir doppel-faustend zum Platz getragen und vor mir aufgereiht. Ich war in Moderationen sicher schon einmal geistreicher, aber ich glaube es ist ganz gut gelaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Inhaltlich finde ich besonders die Bandbreite spannend: auf der einen Seite des Spektrums haben wir mehrere Beitr\u00e4ge aus der Praxis, die Genderthemen aus der Wirtschaft und dem Journalismus (mit Nina Kiel), aus der Ausstellungspraxis (mit Stefanie Kuschill und Peter Podrez) und, was mich besonders freut, aus Vereinen (E-Sport um genau zu sein, mit Jana M\u00f6glich).<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der anderen Seite des Spektrums haben wir tiefgehende theoretische Untersuchungen, gerade von Astrid Deuber-Mankowsky und Tobias Unterhuber, die die grundlegende Bedeutung von Spiel und Gender sowie Medien und Gender f\u00fcreinander herausarbeiten und klar stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachher ist mir noch eingefallen, dass wir vergessen haben in der Einleitung auf die Paidia-Ausgabe zum Thema hinzuweisen, die bereits 2014 einmal Bestand aufgenommen hat. Hier finden sich vor allem verschiedene Beitr\u00e4ge zur Darstellung von Gender und Games.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Ausgabe haben wir einen sehr umfassenden Stand der deutschsprachigen Gender Game Studies in der Hand. Das Thema, das mich aufbauend darauf besonders interessiert ist die Frage nach M\u00e4nnlichkeit. Ich glaube, dass die Frage nach spielender M\u00e4nnlichkeit, Geek- und Nerd-M\u00e4nnlichkeit f\u00fcr die Game Studies, die Forschung zu Popkultur und die Medienwissenschaft allgemein im Moment entscheidend ist. Geek- und Nerdmaskulinit\u00e4t ist im Moment auch gesellschaftlich und politisch wirksam, mit den &#8220;angry young men&#8221;, die die extreme Rechte instrumentalisiert. Nicht zuletzt sind diese &#8220;angry young men&#8221; w\u00fctend und verletzlich, sodass sich auch psychologische Fragen nach deren individuellen und sozial verursachten Leid stellen. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Spiel|Formen-Ausgabe <em>Gender und Spielkultur <\/em>gibt es erste Ans\u00e4tze dazu mit den Beitr\u00e4gen von Aurelia Brandenburg mit ihren Spielemagazinen aus den Achtzigern, in denen M\u00e4nnlichkeit deutlich zur Schau steht \u2013 und relativ toxische, die Weiblichkeit weitgehend ausschlie\u00dft noch dazu; Dazu mit Astrid Deuber-Mankowsky, die die M\u00e4nnlichkeit von Medientheorie herausarbeitet und mit Tobias Unterhuber, der einen Blick auf die m\u00e4nnliche Beziehung zum Spiel richtet. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Games-M\u00e4nnlichkeit der amerikanischen Jugendkultur hat Carly Kocurek detailliert aufgearbeitet in <em>Coin-Operated Americans: Rebooting Boyhood at the Video Game Arcade<\/em> von 2015 \u2013 ein gro\u00dfartiges Buch, das ebenso wie die Paidia-Ausgabe nicht in der Einleitung der Spiel|Formen auftaucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Moment lese ich <em>The Privilege of<\/em> <em>Play <\/em>von Aaron Trammel, der sich diesem Thema widmet und die Geek-Maskulinit\u00e4t und ihre grundlegend kolonialistische, rassistische und sexistische Struktur herausarbeitet. Er arbeitet das anhand der Geschichte der Geek-Kultur auf, die die bekannte Geschichte der Computerspiele, wie sie etwa Claus Pias vorgestellt hat neu rahmt und in ihrer Sozialit\u00e4t verst\u00e4ndlich macht. Auch zu analogen Spielen bietet Trammel einiges, und im Vorwort reflektiert er seine eigene Beziehung zum Thema als schwarzer (ehemaliger) Geek. Ich finde das Buch interessant, unterhaltsam und extrem wichtig, deswegen habe ich es auch in einer Fu\u00dfnote in der Einleitung der Ausgabe erw\u00e4hnt. Die M\u00e4nnlichkeit der Game Studies aufzuarbeiten ist bis jetzt noch eine offene Aufgabe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Ausgabe \u00fcber Gender und Spiele unseres Journals Spiel|Formen sind wir letzte Woche fertig geworden, indem wir alle Beitr\u00e4ge hoch geladen haben! 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